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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Sonderforschungsbereich 1357 Mikroplastik

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Pressemitteilungen SFB 1357 Mikroplastik

Neue Langzeitstudie der Universität Bayreuth zeigt die rasche Entstehung von Mikro- und Nanoplastik in der Umwelt 

Die meisten Mikroplastik-Partikel in der Umwelt entstehen aus größeren Kunststoffteilen. Wie schnell Kunststoff unter natürlichen Einflüssen in Fragmente zerfällt, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bayreuth in einer Langzeitstudie simuliert. High-Tech-Laboruntersuchungen an Polystyrol zeigen zwei Phasen des abiotischen Abbaus: Zuerst wird die Stabilität des Kunststoffs durch Photooxidation geschwächt. Danach bilden sich Risse, immer mehr und immer kleinere Fragmente werden in der Umwelt freigesetzt. Die in der Zeitschrift „Environmental Science & Technology“ veröffentlichte Studie ermöglicht Rückschlüsse auf andere in der Umwelt verbreitete Kunststoffe.

Pressemitteilung UBT


Bayreuther Forscher*innen untersuchen Auswirkungen von Mikroplastik auf landwirtschaftlich genutzte Böden 

Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Qualität von Böden und das Wachstum landwirtschaftlicher Nutzpflanzen stehen im Mittelpunkt eines neuen interdisziplinären Forschungsvorhabens an der Universität Bayreuth. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und ist Teil des seit 2019 geförderten Sonderforschungsbereichs „Mikroplastik“ an der Universität Bayreuth (SFB 1357).

Lehrerfortbildung Mikroplastik: Wie Distanzunterricht zu aktuellen Forschungsthemen gelingt 

Spitzenforschung und Distanzunterricht – diese beiden Themen bringt die Universität Bayreuth (UBT) zusammen. Am kommenden Mittwoch veranstaltet das Zentrum für Lehrerbildung der UBT eine Online-Fortbildung für Gymnasiallehrer zum Thema Mikroplastik. Damit werden nicht nur aktuellste Forschungsergebnisse von Experten im engeren Forschungsgebiet in den Unterricht getragen. Es werden auch Hilfen für den Distanzunterricht gegeben.

Bayreuther Studie: Weltweit enthalten besonders häufig konsumierte Muschelarten Mikroplastik 

„Wer Muscheln isst, isst auch Mikroplastik.“ Dies war bereits in begrenztem Umfang für Muscheln aus einzelnen Meeresregionen bekannt. Dass diese Behauptung auch global zutrifft, deckt eine neue Studie der Universität Bayreuth unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Laforsch auf. Das Bayreuther Team hat in zwölf Ländern weltweit die Mikroplastikbelastung von vier Muschelarten untersucht, die besonders oft als Lebensmittel in Supermärkten angeboten werden. In der Zeitschrift „Environmental Pollution“ stellen die Wissenschaftler*innen ihre Forschungsergebnisse vor.


Natürliche Umweltbedingungen fördern die Aufnahme von Mikroplastik in lebende Zellen 

Die Umweltexposition von Mikroplastikpartikeln beeinflusst ihre biologische Wirkung. Dieses für den SFB 1357 wichtige Ergebnis wird in der neuen Science Advances Studie vorgestellt. Polystyrolpartikel (3µm) wurden mit  Süßwasser, Salzwasser und sterilem Wasser versetzt. Im Süßwasser und im Meerwasser adsorbierten die Mikroplastikpartikel Biomoleküle und bauten eine sogennannte "Eco-Corona" auf. In Experimenten mit Zellen von Mäusen wurden Mikroplastikpartikel mit Biomolekülen / mit Öko-Korona eindeutig bevorzugt. Die Aufnahme war 10-mal wahrscheinlicher als bei "frischen" Mikroplastik-Partikeln ohne Öko-Korona.

Nachhaltige Kunststoffe: Forscher der Universität Bayreuth an internationalem Weißbuch beteiligt

Prof. Dr. Andreas Greiner und Prof. Dr. Christian Laforsch leiteten im November 2019 die Deutsche Delegation der GDCh und nahmen gemeinsam mit Experten weiterer chemischer Fachgesellschaften aus UK, China und Japan am 8th Chemical Science and Society CS3 in London teil. Im Juni 2020 wurden die Ergebnisse der Diskussion und Empfehlungen für die Zukunft nachhaltiger Kunststoffe im White Paper "Science to enable sustainable plastics" veröffentlicht.


Mikroplastik im Fokus von Wissenschaft und Kunst: Bayreuther Stadtgespräch am 4. März 2020 

Professor Dr. Christian Laforsch und der südafrikanische Künstler Mbongeni Buthelezi erzählen beim Bayreuther Stadtgespräch im Iwalewahaus in Bayreuth seit wann Sie sich mit Mikroplastik und Plastikmüll beschäftigen,was Sie persönlich antreibt ihre Forschung bzw. Kunst mit Leidenschaft zu verfolgen und warum Sie uns für die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sensibilisieren möchten. Der Titel des Stadtgesprächs ist: "Das Kunststoffzeitalter: Unsachliche Berichterstattungen zum Thema Mikroplastik verunsichern Verbraucher. Was Forscher wirklich (nicht) wissen und zukunftsweisende Lösungsansätze."


„Wissenschaft trifft Kunst“: Öffentliche Veranstaltungen in Bayreuth mit Mbongeni Buthelezi

Zur internationalen Auftaktveranstaltung des Sonderforschungsbereichs „Mikroplastik“ wurde der südafrikanische Künstler Mbongeni Buthelezi nach Bayreuth eingeladen. Vom 27. Februar bis 04. März 2020 können Interessierte Forscher des SFBs und den Künstler bei verschiedensten öffentlichen Veranstaltungen treffen und kennenlernen.


Pressegespräch mit Mbongeni Buthelezi

Auf Einladung des Sonderforschungsbereichs „Mikroplastik“, des Exzellenzclusters „Africa Multiple“, des Iwalewahaus und des Freundeskreises Iwalewahaus e.V. ist der südafrikanische Künstler Mbongeni Buthelezi an der Universität Bayreuth in den nächsten Wochen zu Gast. Bei einem Pressegespräch am Montag, 17. Februar 2020, 11.00 Uhr, Iwalewahaus, werden die bevorstehenden öffentlichen Veranstaltungen und die Möglichkeiten der medialen Berichterstattung vorgestellt.


Kunststoffe und Life Sciences: Das 16. Bayreuth Polymer Symposium präsentiert zukunftsweisende Trends

Vom 22. bis 24. September 2019 lädt die Universität Bayreuth wieder zum Bayreuth Polymer Symposium (BPS) ein. Die internationale Konferenz auf dem Bayreuther Campus hat als Zukunftsforum für Polymerwissenschaft mittlerweile eine über 30jährige Tradition. Mehr als 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 21 Ländern, vor allem aus Deutschland, USA, China, Japan, Israel und Tschechien, werden in diesem Jahr erwartet. Von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsorientierten Forschung werden sie aktuelle Forschungsideen und Erkenntnisse vorstellen.



Plastikmüll stört Kommunikation: Bayreuther Studie zeigt Risiken für Ökosysteme auf

Plastikmüll beeinträchtigt im Wasser lebende Organismen auf eine bisher wenig beachtete Weise: Botenstoffe, die für die Kommunikation unter Wasser unentbehrlich sind, reichern sich an der Oberfläche von Plastikteilchen an und können dadurch ihre ökologischen Funktionen nicht mehr erfüllen. Dies zeigen Wissenschaftler der Universität Bayreuth in einer neuen Studie am Beispiel von Wasserflöhen. Die Tiere bilden Verteidigungsstrukturen aus, wenn Botenstoffe ihnen signalisieren, dass sie von Fressfeinden bedroht sind. Die Verteidigungen sind jedoch deutlich schwächer ausgebildet, sobald sich Plastikmüll im Wasser befindet. In Scientific Reports stellen die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse vor.

An 100 Orten gleichzeitig: Mikroplastik-Experte der Universität Bayreuth im Livestream – Diskussion von WWF und VHS

„Wie stoppen wir die Plastikflut?“ lautet der Titel einer interaktiven Vortragsveranstaltung, die der World Wildlife Fund (WWF) Deutschland und der Deutsche Volkshochschulverband (VHS) mit Prof. Dr. Christian Laforsch, Inhaber des Lehrstuhls Tierökologie an der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth anbieten. Vor Ort in der Bayreuther VHS und via Livestream in mehr als 100 VHS gleichzeitig können sich die Zuschauer am 27. März 2019 aktiv beteiligen und ihre Fragen direkt an die Experten stellen.

Uninotizen: Universität Bayreuth auf der „Boot“ vom 19. bis 27. Januar 2019 vertreten

Die Universität Bayreuth ist vom 19. bis 27. Januar 2019 mit dem Lehrstuhl Tierökologie I (Professor Dr. Christian Laforsch) auf der Messe „Boot“ in Düsseldorf vertreten. Die Deutsche Meeresstiftung wird mit ihrem Stand "love your ocean" im Bereich Umwelt, bei dem es um die Verschmutzung der Meere und um Nachhaltigkeit geht, anwesend sein. Mit an Bord ist hier auch das Team aus Bayreuth. Drei Doktorandinnen des Lehrstuhls werden Anschauungsmaterialien zur Verfügung stellen, über Mikroplastik in Süßgewässern und die Rolle von Süßgewässern als Eintragspfade in die Meere sowie mögliche Auswirkungen auf Organismen informieren.

Logo des SFB Mikroplastik

Wissenschaftlich auf Spitzenniveau: Neuer Sonderforschungsbereich für die Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth hat Grund zum Feiern: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Universität Bayreuth einrichten. Der SFB wird die Effekte von Mikroplastik sowie deren Migration und Bildung erforschen und neue Lösungsansätze für dieses immense Umweltproblem erarbeiten. Dafür stellt die DFG in den kommenden vier Jahren rund 10 Millionen Euro zur Verfügung.



Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Melanie Pöhlmann

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